Familienbande

Wer kennt sie nicht? Diese Tage als Mutter, an den man entweder vor Dankbarkeit für diese wunderbaren kleinen Wesen übersprudelt. An denen die kleinen Racker einem mal wieder die Schamesröte auf die Wangen zaubern oder auch die, an denen man sich mit müdem Blick in die Kaffeetasse ganz weit weg träumt. An einen Ort an dem man eingehüllt ist in RUHE. Wohlig eingekuschelt, das ein oder andere Stündchen Schlaf nachholend oder all die Dinge macht, die man tun würde, wenn man auch nur ansatzweise ein erwähnenswertes Freizeitleben hätte.

Aber lassen wir das… All diese Dinge gehören zum Mutter sein dazu!

Dass es der Nachbarin, der Freundin oder der Frau an der Kasse vor einem genau so geht, ist oft tröstlich.

 Zum Glück gibt es nicht nur die Tage die kräftezehrend und Nerven aufreibend sind. 

Meine beiden Energiebündel von denen hier die Rede ist, heißen Maxim und Sophie. Maxim ist der große Bruder von Sophie. Er ist 10 Jahre alt und ein richtiger Wirbelwind. Durch seine turbulente Art, habe ich schon das ein oder anderer Meeting in der Schule gehabt. Aber er kann auch ein ganz Einfühlsamer sein.

Sophie ist die kleine Nachzüglerin. Sie ist fast 2 Jahre alt und hat eine ruhige aber auch eine sehr willensstarke Seite an sich. Je nach Laune kann sie dann auch ein ganz schöner Vulkan sein.

Heimlich nenne ich den Mann im Haus, immer mein 3. Kind, denn zumindest was Ordnung und Haushalt betrifft… 😉

Da er viel Zeit bei der Arbeit verbringt, erlebe ich diese Sternstunden der Kinderbetreuung oftmals alleine. Es ist tatsächlich auch oft der Fall, dass die Kinder den Schalter umlegen, sobald er zu Hause ist und plötzlich Lamm fromm sind. Daher konnte er bisher meine Verzweiflung an manchen Abenden überhaupt nicht nachvollziehen.

Bei uns zu Hause hält sich das Pendel zwischen Chaos und Harmonie – zum Glück – oft die Waage. Es kann drei Tage aufeinander turbulent hoch hergehen und am nächsten Tag rühren sie mich schon wieder so, dass ich wieder genau weiß warum ich all das mit Freude auf mich nehme und mich gleichzeitig für strapaziöse Tage mit meinen Beiden entschädigt fühle. Das müssen keine großen Gesten sein, es sind oft die kleinen Momente, in denen man zusammen tobt und lacht, Sophie den großen Bruder tröstet, wenn dieser sich den Fuß gestoßen hat oder Maxim sein letztes Stück Schokolade seiner Schwester überlässt. Herbert Grönemeyer hat diesen kleinen Momenten im Leben, die einem das Herz übergehen lassen eine Namen gegeben – Sekundenglück.

Ich selbst heiße Jennifer (oder auch „die Mutter von…“) ich bin 29… ok, fast 30 Jahre alt und die Mutter dieser entzückenden Wesen. Außerdem versuche ich mich mit dem Umstand zu arrangieren jetzt in einem neuen Jahrzehnt Fuß fassen zu müssen und stelle mir dahingehend die kniffeligen Fragen, auf die man selbst nach langem Sinnieren in der Badewanne noch keine Zufriedenstellende Antwort hat.

  • Wer bin ich?
  • Was ist mir wichtig?
  • Wie kann ich meine beruflichen und privaten Vorstellungen von Erfüllung in mein Familienleben integrieren?

Ich finde gerade jetzt ist eine Zeit für mich gekommen, in der ich mich mehr nach Selbstverwirklichung sehne und nicht mehr einfach in den Tag vor mich hin plätschern will. Ob das wohl am großen Geburtstag liegt, oder einfach mit der Zeit so kommt?


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